1. 20 02 2008 12:39

    “mein kind h├Ârte hiphop, darum ist es nun im heim” FreundeVZ kommt

    So oder so ├Ąhnlich k├Ânnte eine der Gruppen im neuesten Holtzbrinck Projekt freundeVZ hei├čen. Die Zielgruppe die angepeilt wird kann durchaus schon Kinder haben. 35plus will Holzbrinck mit der inzwischen schon dritten Inkarnation der erfolgreichen StudiVZ Plattform ansprechen und damit endlich den kompletten Lebensweg einer Person im Web 2.0 abbilden. Vom Sch├╝ler- ├╝ber das Studi- hin zum FreundeVZ. Drei Plattform fuer drei Zielgruppen.
    Ob das in Zeiten von Facebook, einem oneforall Social Net, noch zeitgem├Ą├č ist? Lohnt es sich ├╝berhaupt f├╝r die Zielgruppe 35plus ein SocialNet zu entwickeln? Wer mit 35 internetaffin ist, und ein Social Net braucht, ist in Deutschland ziemlich sicher bei Xing, die Junggebliebenen sind noch bei StudiVZ oder wer es internationaler mag ist bei Facebook. Und dennoch gibt es bereits 35plus Plattformen. StayFriends zb. Allerdings bleiben bei diesen Plattformen die Erfolgsmeldungen in der Gr├Â├čenordnung von Studi oder SchuelerVZ aus.
    Und was weniger internetaffine Personen von StudiVZ mitgekriegt haben sind wo vor allem die Skandale. Datenschutz und obskures virales Marketing. Das ist nicht so richtig um ├Ąltere Semester anzulocken, zumal viele StudiVZ vor allem nur als Selbstdarstellungsplattform der eigenen Kinder kennen, und von Gruppennamen wie ‘wenn mein Kind hiphop h├Ârt kommt es ins heim‘ eher irritiert sind.

    Wieso Holtzbrinck aber den Weg von drei Plattformen w├Ąhlt ist sicherlich schwer nachzuvollziehen. Wenn ich kein Sch├╝ler mehr bin, melde ich mich bei StudiVZ an und baue dort mein ganzes Netzwerk neu auf. Nach 5 Jahren geht es zu FreundeVZ und wieder wird das ganze Netzwerk neu aufgebaut. Sicher nicht wirklich was der User m├Âchte. Und noch eine Plattform und noch ein Login. Sicherlich auch fuer den normalen User nicht so leicht nachzuvollziehen, warum ich f├╝r drei Plattformen, mit dem selben Sinn und Zweck, identischem Look&Feel und fast gleichem Namen drei Accounts brauche, w├Ąhrend mit der Branchenprimus Facebook, oder sogar Lokalisten, mir ein mitwachsendes Netzwerk f├╝r mein ganzes (digitales) Leben bietet.

    Ob die Zielgruppe 35plus sowas wirklich braucht oder will ist aber fraglich. Wie die ├Ąltere Generation tickt zeigt mir das Klassentreffen meines Vaters. Ein paar E-Mails, Telefonate, aber haupts├Ąchliche Briefe wurden verschickt um sich zu organisieren und zu finden. Freunde m├╝ssen nicht in Datenbanken stehen um sich zu kennen, das ├Ąlteste und gr├Âsste Social Net der Welt ist immer noch die Menschheit selbst und das funktioniert schon ziemlich lange ziemlich gut.

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